Roulette Null

Roulette – Regeln bei der Null

Wenn es um das Roulettespiel geht, vergessen viele Spieler allzu gerne die kleine, aber entscheidende Rolle der Null. Für Spaßgaranten mag dieser Umstand egal sein, als strategischer Spieler darf jedoch dieser Aspekt nicht unter den Teppich gekehrt werden.

Was, wenn die Null fällt?

Die grün gefärbte Null gewährt den größtmöglichen Gewinn, die Auszahlungsquote beträgt 35:1. Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Ergebnis Null? Zunächst gewinnen natürlich alle, die diese Zahl in ihren Wetten einkalkuliert haben, sei es als alleiniges Ereignis oder in Kombination mit anderen Zahlen. Die einfachen Einsätze, also Wetten auf die Farbe etwa, werden gesperrt, sie gehen „en prison“, ins Gefängnis. Diese Einsätze verbleiben auf dem Tableau und werden vorerst nicht als Verlust von der Bank eingezogen. Die Einsätze werden bei der nächsten Runde zurückerstattet, wenn der Spieler mit seiner vorherigen Wette richtig liegt. Allerdings bekommt er nur den Wetteinsatz zurück, ohne Gewinn. Wird auch beim zweiten Male die Null ausgezogen, so muss der Spieler die nächsten zwei Runden mit seiner ursprünglichen Wette korrekt liegen. Erst bei dreimaligem Werfen der Null hintereinander werden die Einsätze einbehalten. Beträgt der Einsatz ein Vielfaches des Mindesteinsatzes, so ist es dem Spieler nach Werfen der Null gestattet, die Hälfte zurückzufordern.

Der Bankvorteil

Die zusätzliche Null gewährt der Bank darüber hinaus einen Bankvorteil. Als Beispiel sei auf die Wette Rot/Schwarz verwiesen. Viele glauben, dass die Wahrscheinlichkeit des Gewinns bei 50 Prozent liegt, missachten jedoch die Null, welche keiner Farbe angehört. In Wirklichkeit beträgt die Wahrscheinlichkeit 18/37, also etwa 48,6 Prozent. Nach dem Gesetz der großen Zahlen beziehungsweise frequenten Wahrscheinlichkeitsrechnung gewinnt die Bank demnach auf lange Sicht, der berühmte Bankvorteil.

Spielen Sie nie American Roulette

Im Gegensatz zum gebräuchlichen european Roulette unterscheidet sich das American Roulette durch die Doppel – Null, also Double zero. Die Chancen auf einen Farbgewinn gestalten sich noch schlechter, nämlich 18/38, das entspricht ungefähr 47,37 Prozent. Das Gleiche gilt für alle anderen einfachen Wetten. Zudem wird bei der Null nicht die Hälfte des Einsatzes eingezogen, sondern alles.

Kann man etwas dagegen tun?

Ähnlich wie an der Börse Aktien gleichzeitig mit Optionen abzusichern, besteht auch bei Roulette eine solche Option. Eine Möglichkeit: Sie setzen auf Ihre einfache Wette, etwa Rot, und gleichzeitig auf die Null. Nun beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit 19/37, das sind 51,35 Prozent. Der Betrag auf die Null kann kleiner sein als auf Rot, da ja die Quote wesentlich höher liegt. Somit wäre eine Mischung aus Martingalesystem und Nullabsicherung möglich. Zweite Möglichkeit: Sie setzen zwar nicht auf die Null, aber auf beide Farben gleichzeitig. Dabei dürfen Sie auf keinen Fall gleiche Beträge setzen, da sich Gewinn und Verlust ausgleichen und zudem die Null auf Dauer zu Ihren Ungunsten spielen wird. Der Trick: Setzen Sie etwa ein Stück auf Rot und zwei auf Schwarz. Bei Rot verlieren Sie eins, bei Schwarz gewinnen Sie eins, bei Null verlieren Sie alle drei. Das Problem: Auf lange Sicht gleichen sich +1 und -1 aus, und dann wäre da noch die Null. Sie müssten Glück haben, dass gerade Ihre gewählte Farbe öfters gezogen wird. Dritte Möglichkeit: Sie setzen auf alle drei Ereignisse gleichzeitig. Zum Beispiel, jeweils den gleichen Betrag auf die Farben, etwa einen Euro. Auf die Null zum Beispiel 0,10 Euro. Bei Zug der Null verliert der Spieler nur den kleinen Betrag auf die Null. Er spekuliert damit, dass diese irgendwann fällt. Das kann dauern. Ebenso wäre eine Mischung aus Möglichkeit 2 und 3 denkbar.

Wichtig ist es, sich ausreichend lange mit möglichen Strategien zu beschäftigen. Die todsichere Methode gibt es nicht, die Kasinos hätten sonst längst geschlossen oder die Regeln elementar geändert. Aber der Spieler kann die Wahrscheinlichkeiten zu seinen Gunsten etwas verschieben – Glück vorausgesetzt.